Ein Süppchen für den kranken Hund

Sobald ich draußen Regenwolken sehe und es morgens immer später hell wird, kratzt es auch schon im Hals. Das ist vermutlich eher psychisch als physisch bedingt, aber helfen tun heißer Tee, warmer Apfelkuchen, Internetshopping, Wärmflasche und scharfe Kürbissuppe. Und das bringt mich auf das Thema Suppe als die beste Medizin. Nicht nur bei Erkältungskrankheiten, auch bei Verdauungsstörungen wie Durchfall hilft eine gute Suppe – sogar bei Hunden.

Durchfall nach Genuss von „Eau de Silo“

Wieder eingefallen ist mir die Suppentherapie, als unser allerliebstes Nachbarhundemädchen (die mit der schönen Nase…) neulich an Durchfall erkrankte. Das heißt, sie erkrankte eher nicht daran, sie verdab sich fast schon vorsätzlich und wiederholt den Magen, da sie einen unglaublichen Schmacht auf Silowasser und andere Gubbel-Pfützen hat. Es passt gar nicht zu ihrem charmanten Wesen und zu ihrem appetitlichen Äußeren, dass sie sich so gerne mit gammeliger Brühe volllaufen lässt. Aber nun gut, sie tut es regelmäßig und hat dann auch regelmäßig Dünnschiss Durchfall. Das letzte Mal hielt er sich ziemlich hartnäckig und war auch nach drei Tagen mit gekochtem Hühnchen und Hüttenkäse noch immer nicht zufriedenstellend in den Griff zu bekommen. Da fiel mir die Moro’sche Möhrensuppe wieder ein…

Karottensuppe nach Moro

Es war einmal vor mehr als hundert Jahren, da kochte ein Kinderarzt Karotten zu einer Suppe und fütterte damit durchfallkranke Kinder. Und siehe da, ein Großteil wurde gesund und der Arzt wurde Professor (war er „in echt“ schon vorher…). Heute weiß man, wie das funktioniert: Beim Kochvorgang bilden sich Stoffe (saure Oligogalakturonide), die in ihrer Struktur der Darmwand ähneln. Bakterien im Darm, die sich ansonsten an die Darmwand anlagern und diese schädigen, werden von diesen Suppenstoffen quasi eingefangen und so unschädlich gemacht. Im besten Fall kann daher die Moro’sche Möhren- oder Karottensuppe eine Antibiotikabehandlung ersetzen, da Antibiotika ja auch nichts anderes tun, als Bakterien zu beseitigen.

Möhrensuppe: wann und wie?

Nun ist nicht jeder Durchfall beim Hund durch Bakterien verursacht und es ist auch nicht jeder so harmlos, dass man erst tagelang mit verschiedenen Hausmittelchen experimentieren sollte. Aber häufig ist doch ein leichtes Durcheinander der Darmflora, also der normalerweise im Darm vorkommenden Bakterien schuld an einem dünnen Stuhlgang. Und dann kann Moro helfen! Daher hier das Rezept:

Rezept für Hund bei Durchfall

Man nehme:
500g geschälte Möhren, koche sie in
1 Liter Wasser für 1 Stunde
passiere oder püriere das Ganze und fülle wieder mit abgekochtem Wasser auf einen Liter auf.
3g Salz hinzufügen und fertig

Um den Gefährlichkeitsgrad von Dünnpfiff besser einschätzen zu können, habe ich Fakten zum Durchfall beim Hund zusammengestellt. Wie immer gilt: Im Zweifelsfall lieber vom Tierarzt abklären lassen!

Hilft gut: Suppe gegen Durchfall beim Hund

Der Süßen hat die Suppe super geholfen, sie sucht schon wieder fleißig nach neuen aromatisierten Brühen…

Liebe Grüße aus der Suppenküche
Uta

6 Kommentare

  1. lotta@lottasblog.de'
    Lotta sagt:

    Wie toll, dass die Suppe auch von meinen Lieblingstierärztinnen empfohlen wird! Ich musste sie gerade letzte Woche erst essen. Fand sie zwar nicht lecker und hab sie nur unfreiwillig runtergewürgt, aber geholfen hat sie 1A!
    Liebe Grüße
    Lotta

    • Uta sagt:

      Arme Lotta, warst du krank? Hast du zu viele Peterkekse verschnabuliert? Wie schön, dass es dir dank der guten Suppe wieder besser geht!
      Liebe Grüße
      Uta

  2. sonrach@gmx.at'
    Hundebengel Charly sagt:

    Danke für den Tipp. Habe mir die Zutaten vorsorglich notiert. Mit Durchfall sind wir zum Glück nicht geplagt, aber dafür mit Apetittlosigkeit. *lach*. Ja, meistens frisst der Hund eher zu viel, meiner leider zu wenig.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

    • Uta sagt:

      Liebe Sonja und lieber Charly,
      ein Gutes hat es ja, dass Charly so wählerisch ist, so kommt wenigstens auch nichts Falsches in seinen Magen. Habt ihr mal Brühe aus Markknochen über sein Futter zum „Schmackhaftmachen“ gegeben? Darauf schwören Figos Kumpel von gegenüber!
      Liebe Grüße
      Uta

Schreibe einen Kommentar