Borreliose beim Pferd

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Fakten zur Borreliose beim Pferd

  • Borrelien sind Bakterien, die von Zecken übertragen werden.
  • Erst ca. 12 Stunden nach Beginn des Saugakts gelangen die Borrelien in den Blutkreislauf des Pferdes.
  • Dort führen sie zu einer Immunantwort, die mittels einer serologischen Untersuchung einer Blutprobe nachweisbar ist (erhöhter Antikörper-Titer).
  • Bei vielen Pferden ist ein erhöhter Antikörper-Titer gegen Borrelien nachweisbar, aber nur wenige dieser Pferde erkranken an Borreliose!!! Die meisten Pferde können durch ihre Immunantwort die Borrelien aus dem Körper vertreiben.
  • Symptome einer Borreliose können Lahmheiten, Leistungsabfall, Abmagerung, Augenveränderungen, Hufrehe u.a. sein.
  • Die Behandlung erfolgt durch langfristige Gabe von Antibiotika und symptomatischer Behandlung von Folgeerscheinungen (z.B. Schmerzmittel, Entzündungshemmer…).
  • Borrelien, die nicht aus dem Körper vertrieben werden, bilden schlafende Formen im Gewebe, die weder nachgewiesen noch behandelt werden können, aber jederzeit wieder aktiv werden können.
  • Aktive Borrelien können durch aufwändige Laboruntersuchungen aus Gewebeproben nachgewiesen werden. Dazu dienen der Nachweis von Borrelien-Erbgut oder die Anzüchtung lebender Borrelien in einer Kultur. Der Nachweis gelingt aber nicht immer.
  • Borreliose beim Pferd wird nach wie vor sehr kontrovers betrachtet.
  • Es gibt inzwischen eine Impfung gegen Borreliose.

2 Kommentare

  1. info@horseland-mk.de'
    Marika Moga sagt:

    Hallo, super dass Ihr Euch mit diesem Thema befasst!
    Habe mich sehr gefreut hier über Borreliose beim Pferd zu lesen. Ich selber habe bei meinem Pferd sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht. Allerdings hatte/ hat mein Pferd Anaplasmose (laut Tierarzt noch schlimmer). Vor ca. 5 Jahren wurde mein Pferd durch einen Zeckenbiss sehr krank: hohes Fieber 40/41°, dicke Beine und sehr apathisch. Wir dachten; das wars dann. Es wurde von Tag zu Tag schlimmer aber Gott sei Dank fand der TA schnell raus was es war und bahenadelte ihn 14 Tagen mit sehr starken Antibiotika. Es hat ca. 2-3 wochen gedauert bis mein Wallach wieder ganz gesund wurde. 2 Jahre später bekam er einen Rückfall´, schnell wussten wir was es sit und mussten ihn wieder 14 Tage mit Antibiose behandeln. Ich merke sehr schnell wenn etwas mit ihm nicht stimmt und wenn es soweit ist. er wird sehr schlapp, lässt den Kopf fallen und schliesst oft die Augen. Leider kann es immer wieder zu einem Rückfall kommen aber seit ca. 2 Jahren hat er keinen Anaplasmose-Schub mehr gehabt. Also ich betrachte daher Anaplasmose/ Borreliose beim Pferd nicht kontrovers.

    • Uta sagt:

      Da wünsche ich euch aber alles Gute für die Zukunft und hoffe, dass dein Pferd keinen weiteren Schub mehr bekommt!
      Liebe Grüße
      Uta

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