Druse


Bildschirmfoto2-2015-05-04-um-18.14.05

 

Fakten zur Druse beim Pferd

  • Druse wird durch das Bakterium Streptococcus equi subspezies equi verursacht.
  • Die Bakterien werden in Nasensekret und Eiter infizierter Pferde massenhaft ausgeschieden.
  • Diese Bakterien sind sehr ansteckend, so dass sich Druse in einem Bestand sehr schnell verbreitet (direkter Pferdekontakt, verunreinigte Gegenstände oder Menschen).
  • Jungpferde sind besonders empfänglich, weil sie noch keinen Kontakt mit den Erregern hatten.
  • Im Anschluss an eine Druseerkrankung entwickeln die Pferde eine mehrjährige Immunität.
  • Symptome: 4-8 Tage nach der Infektion entwickeln die meisten Pferde Fieber. Der weitere Verlauf der Druse ist unterschiedlich:
    • Leichte Form: Entzündung der Lymphknoten im Kopfbereich, Nasenausfluss, Husten. Abklingen nach einigen Tagen.
    • Schwere Form: Schwellung und Abszessbildung der Kehlgangs-, Luftsack-, Halslymphknoten einhergehend mit Schluck- und Atembeschwerden. Weitere Lymphknoten (auch im Körperinneren) können betroffen sein. Eitriger Nasenausfluss, schlechtes Allgemeinbefinden. Nach Reifung brechen die Abszesse auf und es entleert sich Eiter.
    • Deckdruse: Vereiterung der Lymphknoten im Genitalbereich der Stute nach Natursprung durch einen infizierten Hengst.
    • Kalte Druse: Unauffällige Symptome ohne Fieber, wird oft nicht als Druse erkannt.
  • Bei einigen Pferden verbleiben Bakterien nach überstandener Infektion im Luftsack und werden diskontinuierlich ausgeschieden (stumme Träger).
  • Nachweis der Drusebakterien in Nasentupfern, Luftsackspülproben oder aus dem Eiter. Zunächst Anzüchten der Bakterien aus der Probe und dann Nachweis mittels PCR
  • Behandlung: Stallruhe, Beschleunigung der Abszessreifung durch Einreibungen, warme Umschläge oder Duschen, danach Abszessspaltung und Spülung. Antibiotikabehandlung nur sinnvoll in bestimmten Stadien der Erkrankung. Fütterung weicher Futtermittel wie gut eingeweichte Rübenschnitzel oder Heucobs.
  • Impfung: Impfstoff wird in die Lippe gespritzt. Wiederholung nach 3-4 Wochen und 3-6 Monaten. Wird nur bei stark infektionsgefährdeten Pferden eingesetzt.
  • Strenge Hygiene im Umgang mit erkrankten Pferden, Isolierung und Sperrung des Betriebs für 3 Wochen nach Abklingen der letzten Symptome.
  • Als Spätfolgen können Nesselsucht und Petechialfieber (Morbus maculosus) auftreten. Petechialfieber ist eine schwere allergische Reaktion in Folge einer Infektion, die zu einer Schädigung der Blutgefäße und damit zu Ödemen und Blutungen führt. Petechialfieber kann tödlich enden.

 

Schreibe einen Kommentar